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DIE WEINE DES LOIRET

Wohlauf! noch getrunken den funkelnden Wein! - Loiret
Wohlauf! noch getrunken den funkelnden Wein!

Die Weine aus dem Orléanais sind frisch und leicht, ein Genuss für jeden Weinliebhaber. Im Herbst 2007 erhielten diese Weine das VDQS – Label (d.h. Weine höherer Qualität aus begrenztem Anbaugebiet) „Orléans“ und „Orléans-Cléry“.

Die frischen und vollmundigen Weine passen bestens zu den regionalen Fleisch- und Wurstspezialitäten sowie zum Wild der Sologne. Die Weine der Lagen rund um Gien (« Coteaux du Giennois »), die zu den A.O.C – Weinen gehören (kontrollierte Herkunftsbezeichnung) sind köstlich in Verbindung z.B.

mit einem heimischen Ziegenkäse oder einer „Andouille de Jargeau“ (Wurstspezialität).
Der Safran aus dem Gâtinais

Im Zeitalter der Aufklärung war dieser Safran in ganz Europa für seine Feinheit und seinen unvergleichlichen aromatischen Duft berühmt. Boynes war vom 14.
bis zum 19. Jahrhundert weltweit die unbestrittene Hauptstadt des Safrans.

Im letzten Jahrhundert wurde noch auf einer Fläche von über 1100 ha Safran angebaut, das entsprach fast 20% der Produktion weltweit!

Ein absolutes Geduldspiel: um ein einziges Kilo Safran zu erhalten, benötigt man 160 000 Krokusblüten!
Der Safran aus dem Gâtinais - Loiret
Birnenbrand aus Olivet - Loiret
Birnenbrand aus Olivet

Die Mönche der Abtei Micy haben hier die ersten Birnbäume angepflanzt; seitdem wird auch der berühmte Williams – Christ - Birnenbrand von den Obstbauern aus Olivet destilliert. Dieser trägt den Namen des Ortes in die weite Welt hinaus. Hier wird noch nach altem Handwerksbrauch gearbeitet. Wie kommt nun aber die Birne in die Flasche?

Der Flaschenausgang wird zum Birneneingang, die heranwachsende Frucht samt Zweig wird vom Züchter hinter Glas gebracht und anschließend am Baum befestigt. Die Flaschen mit den in ihrem Inneren heranwachsenden Birnen werden mit dem Hals nach unten aufgehängt, um das Eindringen von Regenwasser sowie „Angriffe“ durch Vögel zu verhindern. So kann sich die Frucht nun in Ruhe und unbehelligt entwickeln. Sobald die Birnen reif sind, werden die Zweige abgeschnitten und die Flaschen mit Williamsbirnenbrand aufgefüllt.

Cotignac d'Orléans

Die Quittenpaste «Cotignac d’Orléans» ist eine erlesene und äußerst leckere Köstlichkeit.

Es handelt sich um eine Fruchtpaste, die aus köstlichstem Quittengelee hergestellt wird.

Die im Oktober in der Region geernteten Quitten werden zu Sirup verarbeitet, dieser wird noch warm in Formen gegossen und in kunstvollen, mit dem Porträt Jeanne d’Arcs verzierten runden Spanschachteln (sog. „Friponnes“) angeboten.

Cotignac d’Orléans - Loiret
Essig und Senf - Loiret
Essig und Senf

Als sowohl der Handel als auch die Loireschifffahrt noch florierten, kamen die Weine aus der Touraine und dem Anjou am Ende ihrer Reise manchmal etwas « stichig » im Hafen von Orléans an ; dies machte aber nichts, denn so harmonisierten sie gut mit den Regionalweinen in den örtlichen Essigfabriken.

Das traditionelle Rezept für den Senf aus Orléans entstand im 20. Jahrhundert; dabei werden dem berühmten Essig fein geschrotete Senfkörner sowie Salz aus Guérande beigemischt.

Die Herstellung trägt immer noch eher handwerkliche Züge, da die Senfkörner mit Mahlsteinen geschrotet werden.
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